Vor den neugestalteten Schulen ist ein einladender Park, und wo das Hallenbad stand ist ein Kulturzentrum
als architektonisch gut gelungenes Veranstaltungszentrum, wo das Sinfonische Orchester und die Stadtkapelle
endlich einen ihrer Qualität entsprechenden Konzertraum haben. Dahin konnte auch die Bücherei übersiedeln,
und hat nun endlich auch den ihr zustehenden Raum für Lesungen und Veranstaltungen jeglicher Art. Dafür
können sich die PensionistInnen und SeniorInnen im ehemaligen Bellakhaus so richtig ausbreiten. Das Standesamt
hat darin ebenfalls eine würdige Bleibe gefunden.
Das Amtshaus ist ausgebaut und bietet angenehme Büros, Besprechungs- und Beratungszimmer für unsere
Gemeindebediensteten, für die BürgerInnen und für die Ausschuss- und Gemeinderatsarbeit.
Mit dem Fahrrad geht’s über die Franz Jägerzeile oder über die mit Tempo 30 verkehrsberuhigte Reichenauer
Straße zum Sport- und Freizeitzentrum beim Veitsdorferweg. Dort hat das neue Hallenbad seinen Platz gefunden.
Der Standort ist optimal, denn gerade im Winter sind dort ausreichend Parkplätze vorhanden, weil ja Fußball
im Winter keine Saison hat. Die neuen technischen Errungenschaften machen es möglich, dass das Heizen des
Hallenbades kaum mehr Energie verschlingt. So kann man es jederzeit auch in der Übergangszeit für
Badebegeisterte bereithalten. Auch wenn im Sommer Schlechtwetter angesagt ist können die FreibadbesucherInnen
ins Hallenbad ausweichen. Dadurch ist es möglich, dass in Gallneukirchen ganzjährig Bademöglichkeit besteht –
fast schon wie in einem Kurort.
Vom Freizeitzentrum geht es weiter auf dem neu geschaffenen Rad- und Spazierweg über ein nettes Brückerl vor
der ehemaligen Hessermühle auf einen Abstecher nach Riedegg. Von dort aus lassen sich die Dächer von
Gallneukirchen gut überblicken, die Großteils mit Solaranlagen ausgerüstet sind und die Privathaushalte in
Galli fast stromautark machen.
Zurück geht’s auf dem gleichen Radweg, übern Gries bei der Mühle vorbei, warte an der Hauptstraße die
gerade vorbeikommende Stadtbahn ab, und denk mir, ich schau noch schnell bei Bekannten in Simling vorbei,
da der Rad- und Fußgängerweg ja vom Damm aus verlängert und auf der Südseite vom Pfarrfeld, Kleinfeld und
Hofwiesen vorbeiführt bis nach Engerwitzdorf Ort. Hier brauche ich dann doch etwas länger, weil an diesem
sonnigen Tag jede Menge Menschen promenieren, und es natürlich viel zum Reden und Tratschen gibt…
So oder ähnlich wünsche ich mir ein neues modernes Gallneukirchen. Und auch noch mehr. Mit den Planungen
dafür könnte sofort begonnen werden. Es wäre möglich. Nur müsste dafür die (Landes-)Politik auf Investitionen
setzen, die die Wirtschaft und wir alle ohnehin dringend brauchen. Anstatt den Mythos „Nulldefizit“ zu
beschwören. Denn dies ist in Wahrheit Investitionsverweigerung. Und Investitionsverweigerung ist
Zukunftsverweigerung.
Vielleicht bewirkt die Krise ein Umdenken.
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