Veranstaltung anlässlich des Weltfrauentags
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In „Rekonstruktionen meiner Leben“ erzählt die 2001 verstorbene Marie Jahoda von ihrer Herkunft, ihrer Tochter Lotte, ihrer Zeit als Widerstandskämpferin sowie über ihre Laufbahn als politisch engagierte Sozialforscherin in den USA und England. Dabei zeugt ihr Denken und Handeln klar, wie sehr sehr sie die historischen Grenzen für einen weiblichen Lebensverlauf überschritten hat.
„Marie Jahoda fasziniert als kluge, innovative Sozialforscherin mit Herz. Sie hat sich mit Entschlossenheit und Mut für Demokratie engagiert – zu einer Zeit, als diese Gesinnung für sie Verfolgung, Gefängnis und Zwangsemigration bedeutete. Sie fasziniert als emanzipierte Frau, die bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts international Karriere machte. Und sie fasziniert als musisch begabter Mensch, sie spielte Cello und schrieb Gedichte.“
So charakterisiert Maria Hofstätter jene Frau, der sie seit nunmehr achtJahren eine Stimme gibt: Marie Jahoda (1907–2001), in Wien geborene Sozialpsychologin, wurde zuerst als Koautorin der richtungsweisenden Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ bekannt. Ihre neu erschienen Lebenserinnerungen machen deutlich, wie sehr sie in ihrem Denken und Handeln die historischen Grenzen eines weiblichen Lebensverlaufs überschritten hat.
