Stadtbahn-keine Planung einer Trassenführung durch die Renner-Straße

Klar und konsequent war stets die Meinung der SPÖ Gallneukirchen, was die Planung für den Streckenverlauf der Regional-Stadtbahn in der Stadt Gallneukirchen anbelangt. Letztendlich hat es nach der kürzlich erfolgten Präsentation der Schiene OÖ auch bei den anderen Fraktionen großteils ein Umdenken gegeben.  Bei der Gemeinderatssitzung am 2.Juli wurde mit überwältigender Mehrheit von einem Planungs- bzw. Prüfungsauftrag einer Trassenführung durch die Renner-Straße Abstand genommen.

Folgende Argumente gegen eine solche Trassenführung waren auch durch die Schiene Oberösterreich angeführt worden:

-Die Führung der Stadtbahn durch die Dr.-Renner-Straße erfordert einen hohen Eingriff in bestehende Grundstücks- und Gebäudestrukturen. Es wäre die Inanspruchnahme (Abriss) mehrerer Einfamilienhäuser erforderlich.

-Durch die Verbreiterung der Straße würden viele Stellplätze und Zufahrten zu bestehenden Garagen wegfallen.

-Der bestehende Nahversorger müsste abgelöst werden.

-Es müsste ein Teilstück des evangelischen Friedhofs in Anspruch genommen werden.

-Die Parkplätze und Zufahrten zu den Gewerbebetrieben nördlich der Hauptstraße müssten teilweise oder zur Gänze eingelöst werden.

-Die erforderliche Strominfrastruktur erfordert Mehrkosten in der Höhe von geschätzt 7,5 Mio. Euro.

-Die erforderlichen Grundablösen, das notwendig Brückenbauwerk über die Große Gusen, die Straßenraumadaptierungen und die längere Strecke verursachen erheblich Mehrkosten.

-Die Stichvariante weist ein höheres verfahrensrechtliches Risiko als die Verordnungstrasse auf, die Kombination aus erforderlichen Grundeinlösen und der höheren Komplexität der UVP führen zu einen erhöhtem Genehmigungsrisiko.

Diesen Herausforderungen und deutlich höheren Kosten steht bei der Verfolgung der Stichvariante ein in Punkto Fahrgastzahlen eine lediglich geringe Erhöhung gegenüber der Verordnungstrasse gegenüber. Die letzten Berechnungen zum Fahrgastaufkommen gehen von lediglich 20 zusätzlichen Fahrgästen aus, weshalb auch vom anwesenden Vertreter des Landes OO signalisiert wurde, dass hier ein unvertretbares Kosten/Nutzen-Verhältnis besteht und die Stichvariante nicht zur Umsetzung empfohlen werden kann.

Da angesichts der mit der Stichvariante verbundenen Herausforderungen und Mehrkosten eine Umsetzung unwahrscheinlich ist, erscheint auch die Fortführung der Planungen der Stichvariante – es wären noch verschiedene technische Voruntersuchungen zu führen – nicht sinnvoll, zumal dies zusätzliche Kosten in Höhe von rund 125.000 Euro verursachen würde. Die Dr. Renner-Straße wird unberührt bleiben und die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich bei einer Informationsversammlung so zahlreich gegen die Schienenführung durch ihre Straße eingesetzt haben, können aufatmen. Die SPÖ Gallneukirchen freut sich, dass die Planung Richtung Sparkassenplatz und damit ins Zentrum der Stadt jetzt zügig vorangetrieben wird.