Sein Name
ist untrennbar mit der SPÖ Oberösterreich und mit der
Sozialpartnerschaft verbunden. Mit unglaublicher Zähigkeit und
Kompetenz hat er in den verschiedenen Funktionen in Politik
und Arbeiterkammer stets versucht, Verbesserungen für die
arbeitende Bevölkerung zu erreichen“, würdigt
SPÖ-Landesparteivorsitzender LH-Stv. Erich Haider den
verstorbenen Altpräsidenten der AK Oberösterreich und
langjährigen SPÖ-Klubobmann im Landtag, Fritz Freyschlag.
Freyschlag war als Konsenspolitiker mit hoher
Handschlagqualität und als eine der tragenden Säulen der
Sozialpartnerschaft über die Parteigrenzen und Landesgrenzen
hinaus hoch geschätzt.
Fritz Freyschlag wurde am 21. Oktober 1931 in Linz geboren. Er
erlernte den Beruf eines Einzelhandelskaufmannes. 1964 wurde
er Landessekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, ehe
er 1973 für die SPÖ in den Landtag einzog, wo er von 1974 bis
1987 Chef des SPÖ-Landtagsklubs war. Diese Funktion legte er
zurück, um sich ausschließlich der Tätigkeit in der
Arbeiterkammer zu widmen, deren Präsident er von 1982 bis Ende
Juli 1999 war.
Lehrlingsfragen, die Sicherung der Arbeitsplätze, vor allem
auch für ältere Beschäftigte, der Kampf für eine 35-Stunden-
Woche, ein klares Nein zur Ausweitung der Sonntagsarbeit bzw.
Abschaffung von Feiertagen und vor allem die sozialrechtliche
Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten waren
wesentliche Schwerpunkte seiner Tätigkeit. In den letzten
Jahren hat er sich als Arbeitnehmervertreter in Brüssel
wirkungsvoll für die Interessen der ArbeitnehmerInnen
eingesetzt.
Neben der Interessensvertretung galt Fritz Freyschlags
besonderes Augenmerk immer auch den Bildungseinrichtungen, so
war er unter anderem an der Gründung des
Berufsförderungsinstitutes in Oberösterreich maßgeblich
beteiligt und hat sich vorbildlich für die Schaffung neuer
Arbeitsmöglich-keiten für Menschen mit Behinderung eingesetzt.
Fritz Freyschlag war u.a. Träger der Victor-Adler-Plakette.
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