Gedenkjahr 80 Jahre 12.Februar 1934
Am 12. Februar 1934 traten sozialdemokratische österreichische Arbeiter dem Faschismus entgegen,
dem die Ausschaltung des Parlaments und die systematische Zerstörung der Demokratie durch das
Dollfuß-Regime vorausgegangen war.
Die Sozialdemokratie hatte damals in Form des Schutzbundes gegen die Abschaffung der Demokratie
unter Führung der Christlich-Sozialen sowie der faschistischen Heimwehren aufbegehrt. Als Reaktion
auf die Februarkämpfe ließ das Dollfuß-Regime dutzende Partei-Mitglieder verhaften und viele
Widerstandskampfer standrechtlich ermorden. In Linz wurde das Hotel Schiff (u.a. Waffenlager
des Schutzbundes) in der Landstraße zum Brennpunkt der Auseinandersetzungen und das heutige
Parteihaus der SPÖ zum Symbol des Widerstandes. Am 12. Februar wurde SP-Landesparteisekretär
und Schutzbundkommandant, Richard Bernaschek, sowie die gesamte sozialdemokratische Führungsebene
festgenommen und eingesperrt. Parallel dazu kam es auch an anderen Schauplätzen in Linz zu
Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und dem Schutzbund. Der Widerstand wurde niedergeschlagen,
der Verein Arbeiterheim aufgelöst und Hotel sowie Kino beschlagnahmt.
Nach den Februarkämpfen war die Arbeiterbewegung lahmgelegt. Österreich verlor damit die einzige Kraft,
die vier Jahre später wirklichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus hätte leisten können.
Dr. Wilhelm Mayrhofer befasst sich in seinem Beitrag mit den Ereignissen rund um den Februar 1934
und den Zusammenhängen zum Bezirk Urfahr Umgebung bzw. zum Mühlviertel.
Der 12. Februar 1934 in Urfahr und im Mühlviertel
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