Anrainer:innenversammlung in der Rennerstraße

Ein Beitrag unseres Fraktionsobmanns Leo Hackl-Lehner

Rund 200 Anrainer und Anrainerinnen der Dr. Rennerstrasse fanden sich am 31.Mai zu einer Informationsveranstaltung ein, um ein Zeichen gegen die mögliche zweischienige Zugverbindung durch diese Straße zu setzen und dagegen zu unterschreiben. Leider hatte sich der Gemeinderat mit den Stimmen von ÖVP und Grünen für eine Prüfung dieser Verbindung ausgesprochen. Wir als SPÖ sind strikt gegen diese Variante, die den Lebensraum Dr. Rennerstrasse massiv und nachhaltig beeinträchtigen würde.

Gegenüber der Variante am Damm im Bereich der Sparkasse ist absolut kein Mehrwert erkennbar. Im Gegenteil: Durch die zahlreichen notwendigen Enteignungen würden Immobilien entlang der Dr. Rennerstrasse sowie in den Nebenstraßen massiv an Wert verlieren. Wer möchte schon in einem Haus wohnen, bei dem in Spitzenzeiten alle 10 Minuten ein Zug nahe am Fenster vorbeifährt? Wir als SPÖ sprechen uns klar für die Schienenführung ins Zentrum entlang des Damms aus. Dort in der Nähe des Sparkassenplatzes eine Verkehrsdrehscheibe mit Busterminal und Radabstellplätzen zu forcieren, wäre mit Sicherheit ein wirtschaftlicher Mehrwert für die dort ansässigen Betriebe.

Die Prüfung der Variante durch die Rennerstrasse würde rund 250.000 Euro an Steuergeld kosten. Bürgermeister Sepp Wall-Strasser wird nun einen Gesprächstermin mit Vertretern der Schiene OÖ, dem Land OÖ und aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen koordinieren, um eine einheitliche Informationsbasis zu schaffen. Das Argument, es handle sich „nur um eine Prüfung“, ist angesichts dieser Summe zu kurz gegriffen. 250.000 Euro sind kein kleiner Betrag, sondern Geld der Steuerzahler, das verantwortungsvoll eingesetzt werden muss. Sollte eine der Parteien, die im Gemeinderat für diese Prüfung gestimmt hat, ihre Haltung überdenken, wäre die Prüfung hinfällig.

Damit könnte dieses aus unserer Sicht unsinnige Vorhaben einer Zugtrasse durch einen gewachsenen Wohn-und Lebensraum vom Tisch sein, bevor weitere Kosten entstehen. Eines ist jedoch klar: Wer heute trotz aller Bedenken für diese Prüfung stimmt, wird sich später im Gemeinderat schwertun, glaubwürdig gegen genau jene Trasse aufzutreten, deren Untersuchung er zuvor mit Steuergeld ermöglicht hat. Deshalb braucht es jetzt den Mut, Fehlentscheidungen zu korrigieren, bevor Fakten geschaffen werden. Die Menschen in der Dr. Rennerstrasse haben ein Recht auf Klarheit. Sie wollen keine jahrelange Unsicherheit, keine drohenden Enteignungen und keine Zugtrasse direkt vor ihren Häusern. Diese rund 200 Bürger und Bürgerinnen haben daher ein deutliches Signal gesetzt.

Für uns als SPÖ ist klar: Wir werden weiterhin mit aller Kraft gegen diese Variante auftreten und für eine zukunftsorientierte Lösung kämpfen, die sowohl den öffentlichen Verkehr stärkt als auch die Lebensqualität der betroffenen Menschen erhält.