Ein sentimentaler Tag für die Jugend in Gallneukirchen
Wer vor drei Jahren einen jungen Erwachsenen gefragt hat, wo man in Gallneukirchen gut seine Zeit
verbringen kann, der hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Antwort bekommen: „Natiali im Pfiff“.
Das „Pfiff“ war einzigartig in seiner Art. Nicht das schönste Ambiente, jedoch billige Preise,
gastfreundliche Kellner und eines war gewiss: Man traf mit Sicherheit jede Menge junger Leute aus
den verschiedensten Freundesgruppen. Egal ob Fußballer, aus der KJ (Katholischen Jugend), oder gar
keinem Verein angehörig. Der Dreh- und Angelpunkt der Gallneukirchner Jugendszene war ohne Zweifel
jahrzehntelang das „Pfiff“.
Nun ist wieder ein Jahr vergangen, seitdem das legendäre Lokal wegen zu hoher Sanierungskosten
geschlossen werden musste. Damals wurde am letzten Öffnungstag von den unzähligen, untröstlichen
Stammgästen sogar ein Fackelzug organisiert, um dem Lokal die letzte Ehre zu erweisen.
Mittlerweile versammeln sich jedes Jahr Leute am 28.02. um dem Pfiff zu gedenken, eine Runde
Flunky Ball am Marktplatz zu spielen und über alte Zeiten zu schwärmen.
Das Vakuum, das durch das Schließen verursacht wurde, konnte bis heute nicht gefüllt werden.
Die meisten Jugendlichen gehen, wegen mangelnden Angebots im Ort, entweder in Linz fort,
reduzieren ihre Sozialkontakte und ziehen sich zurück, oder verbringen ihre Zeit an diversen
öffentlichen Orten was einigen Passanten missfällt.
Auch wenn das Flair des Pfiff für immer unerreicht bleiben wird, unterstreicht die Sozialistische
Jugend (SJ) die Wichtigkeit, einen neuen geeigneten Jugendtreffpunkt in Gallneukirchen zu schaffen.
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