Gedenkkundgebung 2018

04.02.2018 | Gedenkkundgebung 2018
   
GEGEN DIE GLEICHGÜLTIGKEIT

Hieß das Leitthema der Gedenkkundgebung beim Gallneukirchner Mahnmal für den Frieden am 4. Februar 2018

Die Feier hat Rupert Huber, Sprecher des Mauthausen Komitees Gallneukirchen, mit diesem Satz von Elie Wiesel,
Friedens-Novell-Preisträger, der zwei Konzentrationslager erleiden musste, die Feier eingeleitet:

„Ich habe immer daran geglaubt, dass das Gegenteil
von Liebe nicht Hass ist, sondern
Gleichgültigkeit.
Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit,
sondern Gleichgültigkeit.
Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung,
es ist Gleichgültigkeit.
Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses,
es ist das Ende eines Prozesses.“

Die Jugendgruppe der Christengemeinde in Gallneukirchen zeigte eine szenische Präsentation über Mobbing,
über soziale Ausgrenzungen in der Jugendgesellschaft in unserer Zeit. Beeindruckend ihr Apell gegen
die Gleichgültigkeit aufzutreten.

Ein Bläser-Ensemble der Stadtkapelle Gallneukirchen gab dieser Feier den besinnlich würdevollen Rahmen.

Thomas Baum, Autor des Theaterstückes „DER FALL GRUBER“, erinnerte mit markanten Sätzen an das unnachgiebig
mutige Wirken des Priester und Pädagogen Dr. Johann Gruber und an die unzähligen Häftlinge im KZ Mauthausen,
die dort zu Tode geschunden oder auf der Flucht ermordet wurden. Er stellte dem Publikum die rhetorische Frage,
warum gar nicht so wenige wünschen, mit dieser dunkelsten Zeit unserer Geschichte ruhen zu lassen. Seine Sätze,
warum Gedenken auch für jetzt und heute wichtig ist, können hier nachgelesen werden.

Rupert Huber für das Mauthausen Komitee Gallneukirchen

Rede bei der Gedenkkundgebung von Thomas Baum