Kunst am Bau 2011

16.04.2011 | Kunst am Bau 2011
   

Der
Gallneukirchner Künstler Christoph Raffetseder wird den Neubau der
Landesmusikschule und der Sporthalle baukünstlerisch gestalten.
Aus einem geladenen Wettbewerb mit 7 KünstlerInnen wurde sein Vorschlag von
der Jury als bester bewertet. Begründung: seine Installationen bereichern
die Architektur des Gebäudes und haben markante Botschaften an die Benutzer
des Hauses, die MusikerInnen und die SportlerInnen.
Die SPÖ Gallneukirchen hat sich sehr für Kunst am Bau nach den Vorgaben
des Landes OÖ und für eine Auftragsvergabe nach einem fairen Wettbewerb
eingesetzt.


Christoph Raffetseder:

Künstlerisches
Konzept für Landesmusikschule und Sporthalle Gallneukirchen
.

Gestaltung des Vorplatzes und
des Stiegen Auf/Abganges neben der Publikumstribüne der Sporthalle.
 

Gestaltung des
Vorplatzes

Der Vorplatz des Baues wird
mit sieben farbigen, aufrecht stehenden Glasflächen unterschiedlicher
Formate/Größen strukturiert. Diese Formation von farbigen Glasflächen
thematisiert  das Sich Sammeln vor dem Eintreten in eine
Einrichtung die primär der kulturellen, künstlerischen und
persönlichen Entwicklung geschuldet ist. Glas als Ausdrucksmittel der Kunst
steht für die Durchdringung als auch Spiegelung der eigenen Persönlichkeit
vor dem Hintergrund einer selbst gewählten Entscheidung für eine ideelle
Sache.

 
 
Jede dieser Glasflächen dient
als Träger eines Begriffes, der als typisch für die Welt der Musik und/oder
des Sportes angesehen werden kann, aber auch darüber hinaus reicht und eine
Persönlichkeitsentwicklung beschreiben. Groove, Viertelton, Spielend,
Touching, Wendung, Step, Da, Da, Da. Begriffe, die in einem
Entwicklungsprozess – welcher Art auch immer als Schlüsselbegriffe
auftauchen:
 

STEP, WENDUNG:
Vollzogene oder angestrebte Entwicklungsschritte , Körperliche
Interventionen

TOUCHING:
Berühren im
sinnlich/musikalischen sowie sportlich/körperlichen Sinne
Da Da Da, Viertelton:
Arbeiten mit Zufällen. Offenheit für Unkonventionelles und Phänomene die
sich außerhalb unseres Kulturkreises befinden
GROOVE:
Gelungenes Zusammenwirken von Intention, Rhythmus, (körperlicher)
Spannung,etc.
SPIELEND:
Als Reverenz auf den HOMO LUDENS. Der
Mensch der sich durch das Spiel seiner eigentlichen Existenz  bewusst wird
und über diese Erkenntnis in seiner Persönlichkeit reift.

Gestaltung der
Stirnwand des Stiegenaufganges neben Publikumstribüne der Sporthalle


Als räumliches und thematisches  Durchmessen des Hauses wird
die Stirnwand des nördlich gelegenen Stiegenraumes künstlerisch gestaltet.
Die Doppelfunktion des Baues als Musikschule und Sporthalle wird in dieser
künstlerischen Intervention aufgegriffen. Ein so genannter Helmtaucher
steigt aus dem Meer der Stille. Hier steht Stille für absolut perfekten,
universellen Klang. Die von Menschen produzierte Musik bildet einen Rahmen
um diese Stille. In seinem Erscheinungsbild gleicht der Taucher einem
Astronauten, beide stehen für das Erforschen unbekannter Welten und das
Ausloten von Grenzen. Etwas das dem Sport inhärent ist die Überwindung
individueller Grenzen. Im oberen Bereich der Wand wiederholt sich der
Begriff SPIELEND. Dieser bildet eine programmatische Achse durch das
Gebäude.

 


Techniken

Die Stelen im Außenbereich bestehen aus gehärtetem Verbundglas 2 x 10 mm in
Verbindung mit Litex Druck. Im Innenbereich kommt Verbundglas 2 x 10 mm mit
Digitaldruck (Litex Pix) zum Einsatz.

Formate der
Glasstelen:

Spielend
1900 mm x 700
mm. Viertelton 2000 mm x 650 mm. Da Da Da1800 x
700 mm.
Touching
1400 x 950 mm. Step
1300 x 700 mm.

Groove

1500 mm x 950 mm.
Wendung
200 mm x 700 mm.
Format Bild
Stiegenhaus:  
4500 mm
x 1900 mm